Strategien bei Unternehmensverkäufen · Beitrag 11
Kaufpreis in Raten: Wer trägt das Risiko nach dem Verkauf?
Carsten Schupp · Steuerberater · etwa 1 Minute Lesezeit
Der Kaufvertrag ist unterschrieben, der Kaufpreis kommt erst über mehrere Jahre. Damit endet das wirtschaftliche Risiko des Verkäufers nicht am Tag der Übergabe. Er bleibt darauf angewiesen, dass der Käufer die vereinbarten Zahlungen leisten kann.
Beim Verkauf an eine Familienstiftung verdient diese Frage besondere Aufmerksamkeit. Woher stammen die Mittel für die Raten? Welche Reserven bestehen bei schwächeren Unternehmensergebnissen? Und wie werden Laufzeit, Verzinsung und Sicherheiten ausgestaltet?
Hinzu kommt die Steuerliquidität: Ratenzahlung bedeutet nicht automatisch, dass auch die Steuer auf den Veräußerungsgewinn erst entsprechend später entsteht. Das ist anhand der konkreten Kaufpreisvereinbarung zu prüfen.
Mein Ansatz ist eine gemeinsame Übersicht über erwartete Zahlungen, Steuertermine und privaten Bedarf. Sie zeigt, ob die Versorgung auch bei Verzögerungen trägt. Erst mit diesem Überblick lässt sich beurteilen, ob der vereinbarte Kaufpreis wirtschaftlich zu Ihrer Lebensplanung passt.
