Strategien bei Unternehmensverkäufen · Beitrag 12
Verkaufserlös in der Holding: Wie viel brauchen Sie privat?
Carsten Schupp · Steuerberater · etwa 1 Minute Lesezeit
Nach einem Anteilsverkauf kann viel Kapital in einer Holding verbleiben. Für neue unternehmerische Investitionen kann das interessant sein. Doch das Geld gehört zunächst der Gesellschaft.
Wer den Erlös für den privaten Lebensunterhalt benötigt, muss den weiteren Weg zum Gesellschafter mitrechnen. Eine Ausschüttung kann eine zusätzliche Steuerbelastung auslösen. Auch Gehalt oder Darlehen sind keine beliebig austauschbaren Auszahlungswege; sie brauchen jeweils eine tragfähige Grundlage.
Deshalb beginne ich die Planung mit dem tatsächlichen Kapitalbedarf: Welcher Betrag soll reinvestiert werden, welcher privat verfügbar sein und welche Reserve ist erforderlich? Erst danach vergleichen wir die steuerlichen Folgen der vorhandenen Strukturen.
Die interessante Zahl ist nicht nur die Steuer unmittelbar beim Verkauf. Entscheidend ist, welches Vermögen nach allen geplanten Schritten auf welcher Ebene verbleibt – und ob Sie es dort für Ihre Ziele einsetzen können.
