CFSSteuerberatungsgesellschaft mbH

Strategien bei Unternehmensverkäufen · Beitrag 17

Unternehmen verkauft: Wie kommt das Geld aus der Holding zu Ihnen?

Carsten Schupp · Steuerberater · etwa 1 Minute Lesezeit

Die Holding hat ihre Tochtergesellschaft verkauft. Auf dem Geschäftskonto steht ein hoher Betrag. Für neue Investitionen eröffnet das Spielraum. Für Ihre private Lebensplanung ist allerdings eine weitere Rechnung erforderlich.

Das Geld gehört zunächst der Gesellschaft. Die Begünstigung eines Anteilsverkaufs auf Holdingebene bedeutet nicht, dass derselbe Betrag ohne weitere Steuer privat verfügbar ist. Eine Gewinnausschüttung ist grundsätzlich ein eigener steuerpflichtiger Vorgang.

Ein vereinfachtes Beispiel: Bei einer Ausschüttung von 100.000 Euro verbleiben unter Anwendung von 25 Prozent Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag 73.625 Euro. Unterstellt sind keine Kirchensteuer, keine Freibeträge und keine abweichende Besteuerung. Das Beispiel beginnt nach der Besteuerung auf Gesellschaftsebene.

Je nach Beteiligung und Voraussetzungen können andere steuerliche Regeln relevant sein. Auch eine echte Darlehensrückzahlung ist von einer Gewinnausschüttung zu unterscheiden. Dafür muss eine entsprechende Forderung tatsächlich bestehen.

Mein Rat: Planen Sie früh, welchen Betrag Sie privat benötigen und was langfristig in der Gesellschaft bleiben soll. Erst diese Aufteilung zeigt, ob die Holding zu Ihrer Versorgung und Ihren Investitionszielen passt.